Mobiles Internet war das Trend-Thema der vergangenen Monate schlechthin im Telekommunikationsmarkt. Das iPhone von Apple brachte einerseits den großen Durchbruch für die internetfähigen Smartphones, andererseits gingen UMTS-Surfsticks für Note- und Netbooks weg wie warme Semmeln. Und auch die Preise gingen in den Keller – mittlerweile zahlt man nur noch zwei bis drei Euro für eine Tagesflatrate mit Surfstick oder zehn Euro im Monat für eine Flatrate vom Handy-Discounter. So wird mobiles Internet für jeden Onliner erschwinglich.
Wer mobil ins Internet gehen möchte, der muss kaum etwas beachten. Surfsticks sind im Nu und installiert, schon wenige Minuten später kann man online surfen – egal, wo man sich gerade aufhält. Datenflatrates fürs Handy sind sogar noch einfacher – einfach SIM- oder MicroSIM-Karte einlegen, schon kann man Daten abrufen. Man kann E-Mails unterwegs abrufen, Dokumente austauschen, Nachrichtenseiten und Blogs lesen, Fotos hochladen, freilich auch soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook nutzen.
Lediglich die Geschwindigkeit des mobilen Internets kann einem noch den Spaß vermiesen: Außerhalb der Ballungszentrum ist in der Regel nur der Datenstandard EDGE verfügbar, der einen Downstream von maximal 260 kBit/s ermöglicht. Schneller zwar als der alte Datenstandard GSM, mit dem nur maximal 14,4 kBit/s möglich waren, aber im Jahr 2011 surft es sich mit mehr Bandbreite doch schöner. Mit der Highspeed-Technologie UMTS, die heute in fast allen Groß- und Mittelzentren verfügbar ist, kann man dagegen schon mit bis zu 7,2 MBit/s surfen, punktuell – etwa an Flughäfen – sogar schon mit 14,4 Mbit/s. Das ist erheblich schneller als ein normaler DSL-Anschluss.
Die neue Technologie LTE soll das mobile Internet noch schneller machen – Live-Streams, Videoübertragungen und so genanntes Cloud-Hosting, sprich: der Online-Abruf persönlicher Daten von einem überall zugänglichem Server – erfordern sehr viel mehr Bandbreite. Mit LTE, das derzeit in Deutschland ausgerollt wird, soll das mobile Internet auf bis zu 50 Mbit/s beschleunigt werden können. Und wer sich die Entwicklung des Highspeed-Internets in den letzten Jahren anschaut, der weiß: das muss keineswegs das Ende der Fahnenstange sein.
